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Montag, 22. Mai 2017

Simon Mason / Mondpicknick

Lesen mit Tina


Und wieder ist ein Monat vergangen. Christina und ich lesen zum Monatsende gemeinsam ein Buch. Diesmal war Tina mit dem Aussuchen unserer gemeinsamen Lektüre dran. 


Inhalt
Ein komischer Einfall war das von Papa, mitten in der Nacht und im Dunklen draußen im Park ein Picknick zu veranstalten. Aber Papa ist auch sonst seltsam in letzter Zeit. Manchmal trägt er den ganzen Tag seine Schlafsachen und manchmal ist er einfach weg, und wenn er dann nach Hause kommt, ist er noch seltsamer als vorher. Darum ist Martha diejenige, die „einen klaren Kopf bewahrt“, wie Mama immer gesagt hat. Früher war sie es, die sich um alles gekümmert hat – aber jetzt ist sie ja nicht mehr da. Also kümmert Martha sich um Tug, putzt und macht Essen. Und auch um Papa kümmert sie sich. Doch irgendwann werden Papas Probleme für Martha zu groß.„Wenn ich älter bin“, denkt Martha, „werde ich mich an dieses Mitternachtspicknick erinnern und denken, wie schön es war. Ich werde vergessen, dass ich Angst vor der Dunkelheit hatte und dass Papa komisch war. Ich werde mich an die Kerzen im Gras erinnern, die wie Flammenblumen aussahen, und an Tug, der von seinem Lieblingsauflauf träumte, und dass Papa gesagt hat, er hätte mich lieb.“
                 (Quelle: siehe hier)
  


Autorenporträt im Klappentext
Simon Mason schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene und ist in Deutschland für seine wunderbar komischen Geschichten über die Familie Quigley bekannt. Seine Bücher wurden schon für zahlreiche Preise nominiert. Simon Mason lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Oxford.
Dieses Buch habe ich gebraucht beim Bücher-Oxfam erworben. Aber ich habe keine Ahnung mehr, was mich zum Kauf bewogen hatte. Mal schauen, ob es uns gefallen wird. Tina hat schon ein paar Seiten gelesen und ihre ersten Eindrücke fallen recht positiv aus. 





Freitag, 12. Mai 2017

Peter Walther / Hans Fallada


Lesen mit Anne

Klappentext
Hans Fallada: Mit Größe am Leben gescheitert. Die umfassende Biographie. 
Populär war er schon immer, mittlerweile erkennt man seinen weltliterarischen Rang: Der Autor Hans Fallada wurde in den letzten Jahren noch einmal völlig neu entdeckt. Es ist Zeit, sich auch seiner Biographie neu zu nähern und das reiche, bislang unerschlossene Material auszuwerten. So schärfen sich selbst für den Kenner die Konturen und schließen sich die Lücken. Hier der von seinen Dämonen bedrängte Künstler, Frauenheld, Opportunist, Ex-Sträfling und Morphinist, dort der respektierte Landwirt, liebende Familienvater, sich unter Lebensgefahr vom Alptraum des Dritten Reichs freischreibende Nazi-Gegner – die dramatische Biographie einer zerrissenen Persönlichkeit.Mit zahlreichen neuen Archivfunden – von Peter Walther kenntnisreich und souverän erzählt.  

Autorenporträt
Peter Walther, geboren 1965 in Berlin, studierte u. a. in Falladas Geburtsstadt Greifswald Germanistik und Kunstgeschichte und wurde 1995 in Berlin promoviert. Zusammen mit Birgit Dahlke, Klaus Michael und Lutz Seiler gab er die Literaturzeitschrift „Moosbrand“ heraus. Heute leitet er gemeinsam mit Hendrik Röder das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam. Er ist Mitbegründer des Literaturportals „literaturport“ und veröffentlichte Bücher zur Geschichte der Fotografie sowie zu Schriftstellern wie Johann Wolfgang von Goethe, Peter Huchel, Günter Eich und Thomas Mann.


Weitere Informationen zu dem Buch

Gebunden mit Schutzumschlag, 527 Seiten
Aufbau Verlag
978-3-351-03669-0 

25,00 € *)
Inkl. 7% MwSt.


Und hier geht es auf die Verlagsseite vom Aufbau. 







Samstag, 6. Mai 2017

Kurban Said / Ali und Nino

Klappentext
In der russischen Stadt Baku, auf der Grenze zwischen Orient und Okzident, verlieben sich am Vorabend der Russischen Revolution der temperamentvolle Muslim Ali und die schöne Christin Nino ineinander. Die Hochzeit rückt trotz aller Widerstände in greifbare Nähe - da wird Nino entführt ... 


Autorenporträt
"Kurban Said ist ein Pseudonym, hinter dem sich die Publizistin Elfriede von Ehrenfels (1894 geboren) und vermutlich der Kaffeehausliterat Lev Nussimbaum (1905-1942) verbergen. Beide bewegten sich in der Wiener Boheme; der Jude Nussimbaum konvertierte zum Islam. Wer welchen Anteil an der Liebesgeschichte hatte, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben."  

Weitere Informationen zu dem Buch

Taschenbuch
ISBN: 9783548289045
Erschienen: 18.11.2016 im Ullstein - Verlag
Preis: €10.00

Und wieder hat uns der Forumsbetreiber Helmut Pöll aus dem Watchareadin ein Buch ausgesucht, von dessen Autor ich zuvor noch gar nichts gehört habe. Er hat für eine neue Leserunde diesmal eine Anfrage beim Ullstein - Verlag gestellt, um Rezensionsexemplare zu diesem Buch für die UserInnen seines Bücherforums zu erwerben. Die Leserunde startet am Montag, den 08.05.2017 und ich bin ganz neugierig darauf. Ich freue mich sehr, wieder dabei sein zu dürfen.





Donnerstag, 4. Mai 2017

Marcel Proust / Briefe 1879 - 1913 (BD 1 von BD 2)

Lesen mit Anne

Herausgegeben von Jürgen Ritte. 

Aus dem Französischen von Jürgen Ritte, Achim Russer und Bernd Schwibs.

Klappentext
Das Panorama einer ganzen EpocheMarcel Proust war ein äußerst produktiver Briefschreiber. Für den Dichter, der häufig ans Bett gefesselt war, trat der Brief oft an die Stelle des persönlichen Gesprächs. In seinen Korrespondenzen erleben wir den Autor von den verschiedensten Seiten: als Schriftsteller, der mit seinem Verleger bis buchstäblich zum letzten Atemzug um jede Zeile seines Werkes kämpft. Als mutigen Literaten, der im Skandalprozess um den jüdischen Hauptmann Dreyfus früh das Wort ergreift und sich für den zu Unrecht Verurteilten einsetzt. Als Muttersohn und als Werbenden in homoerotischen Freundschaften. Immer wieder brilliert Proust auch als witziger Erzähler mit Blick fürs skurrile Detail. Wie er sich verzweifelt gegen Handwerkerlärm aus der Nachbarwohnung zur Wehr setzt oder auf groteske Finanztransaktionen einlässt, gehört zu den amüsantesten Aspekten dieser Korrespondenz.Diese erste umfassende deutsche Briefausgabe mit ihren annähernd 600 Briefen an Freunde, an die Mutter, an Schriftstellerkollegen, Gesellschaftsmenschen, Kritiker und Verleger dokumentiert aus Prousts unzensiert-privater Sicht seine ganze Entwicklung von den frühen literarischen Fingerübungen bis hin zur Vollendung der Recherche. Einleitung, ausführliche Stellenkommentare, Zeittafel, Kurzporträts aller Briefempfänger und Register erschließen die Briefe und damit das faszinierende Panorama einer ganzen Epoche.

 Autorenporträt
Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist zu einem Mythos der Moderne geworden.Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen – Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. In Swanns Welt, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, Im Schatten junger Mädchenblüte, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der Suche nach der verlorenen Zeit wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.
Anne und ich lesen das Buch in Etappen, da man unmöglich mit Anhang 700 Seiten Briefe lesen kann. Wir lesen parallel noch ein weiteres Buch. 



Weitere Informationen zu dem Buch

Quelle des obigen Bildmaterials.

D: 78,00 € 
A: 80,20 €
CH: 105,00 sFr
Erschienen: 12.09.2016
Leinen, 1479 Seiten
ISBN: 978-3-518-42540-4

Und hier geht es erneut auf die Verlagsseite vom Suhrkamp.


Mittwoch, 3. Mai 2017

Cristina De Stefano / Oriana Fallaci (1)

Ein Frauenleben

Lesen mit Tina 

Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Eine starke Frau, diese Oriana Fallaci, die zusammen mit ihrer Herkunftsfamilie sämtliche Klischees sprengt. Äußerlich wie auch innerlich …

Was sie alles als Frau in einer männerdominierten Welt geleistet hat, ist wirklich enorm.

Oriana, deren Namen aus Marcel Prousts Figuren stammt. Wer die sieben Proust-Bände gelesen hat, ist eine Madame Oriane de Guermantes mehr als vertraut ... Wie kamen die beiden Eheleute Edoardo und Tosca Fallaci zu Proust? Zuerst etwas zur Herkunft. Oriana kam im Juni 1929 zu Welt. Geboren wurde sie in Florenz und sie war das erste Kind von drei weiteren Kindern. Die Eltern waren sehr arme Leute. Aber sie besaßen recht viele Bücher. Die Wohnung besaß wenige materielle Güter, aber sie war reich an Büchern. Obwohl die Fallacis sehr wenig Geld zur Verfügung hatten, kauften sie sich die Bücher, wenn auch nur auf Raten. Sie waren sehr belesen. Ganz untypisch für eine arme Familie. Die Bücher hatten für sie einen hohen ideellen Wert. Dies allein hatte mir schon sehr imponiert, dass Bücher einer armen Familie so bedeutend sein können. Die Fallacis betrachteten die Bücher als das Tor zur Welt, und so wuchs Oriana auch mit dieser Bücherliebe auf. Das Tor zur Welt passt exakt zu Orianas Leben, die im erwachsenen Alter überall auf der Welt journalistisch tätig wurde. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie in ihrem geliebten Land Amerika, das Land, das ihre zweite Heimat wurde.

Orianas Kindheit und Jugend ist nicht ganz einfach verlaufen. Sie musste als die Erstgeborene den Jungen in der Familie ersetzen. Der politisch aktive Vater Edoardo nahm seine Tochter überall mit, denn …
… auch als Mädchen kann man dienen. (…) Um zu vermeiden, dass seine Frau sich allzu sehr ängstigt, teilt Edoardo seiner Frau Tosca nicht mit, wann er seine Tochter auf Einsatz schickt. (2016, 19).

Oriana wuchs in einer sehr kalten Welt auf. Sie war gerade mal zehn Jahre alt, als der Faschismus in Italien ausgebrochen ist. Der Vater mischte sich als Antifaschist unter die Partisanen und kämpfte im Untergrund für Freiheit und Gerechtigkeit. Oriana bekam vom Vater den Auftrag, antifaschistische Flugblätter zu verteilen, d. h. sie war schon recht früh politisch aktiv … Früh trat sie in die Fußstapfen ihres Vaters.

Oriana hat viel Elend gesehen und hat dadurch auch den Glauben an Gott recht früh verloren. Sie bezeichnete sich selbst als eine Atheistin, als ihr eine Ungerechtigkeit mit den Nonnen widerfahren ist: 
Die Nonnen im Kloster sagen zu ihr, sie solle alles als Geschenk für den Heiland am Altar zurücklassen. >>Kurz darauf bin ich heimlich noch einmal in die Kirche zurück, um nachzusehen, ob das Jesuskind alles aufgegessen hatte, und das Essen war weg. Doch nicht einmal die Bananenschale lag mehr da, und auch das Silberpapier der Schokolade war verschwunden. Mir kam der Verdacht. Ich verließ die Kirche, ging einen Flur entlang, und da saß auf einem Mäuerchen die Nonne, die meine Banane aß. (39f)

Oriana geht nach der Schule auf die Universität und versucht es mit einem Medizinstudium, das sie aber wegen der Armut selbst finanzieren muss. Das wurde ihr mit der Zeit zu anstrengend, und sie brach das Studium wieder ab und engagierte sich hauptsächlich journalistisch …

Oriana hatte eigentlich den Wunsch, Schriftstellerin zu werden, da sie aber nicht wusste, wie sie sich diesen Wunsch erfüllen konnte, blieb sie weiterhin journalistisch tätig. Ihre Art zu schreiben ist  nach deutscher Art sehr ungewöhnlich. Sie pflegte einen polemischen Ton, aber immer mit Herz und Verstand bei der Sache. Vorurteile konnte sie schnell ablegen, sobald sie sich als falsch erwiesen haben. Oriana wurde als Kriegsberichterstatterin viel in Krisengebieten eingesetzt, wie z. B. im Iran, Indien, Türkei, Südamerika etc. Mit der Zeit genoss sie international große Beliebtheit … Sie hatte Erfolg, sie verschaffte sich auch bei den Patriarchen hohen Respekt. Für mich erwies sich Oriana Fallaci nicht wirklich als Italienerin, für mich war sie ein Weltmensch …

Und dennoch, durch Orianas genossene Erziehung zahlte sie auch einen hohen Preis. Sie lebte nicht wirklich ihre Rolle als Frau, und war auch nicht beziehungsfähig, und erlebte mehrere Zusammenbrüche was die Partnerwahl betraf. Dadurch blieb auch ihr Kinderwunsch unerfüllt. Selbst durch den Beruf, umgeben von vielen Menschen, war sie bis zu ihrem Tod eine sehr einsame Frau.

Weiteres ist dem Buch zu entnehmen …

Mein Fazit zu dem Buch?

Meine Lesepartnerin Tina und ich hatten dieselben Empfindungen. Wir sind beide der Ansicht, dass Oriana Fallaci eine sehr bedeutende Persönlichkeit war, die viel Achtung verdient hat, und trotzdem war sie uns auch zu anstrengend, dass wir uns eine Freundschaft mit ihr schwer vorstellen konnten.

Und wir haben uns die Frage gestellt, was aus ihr geworden wäre, wenn vor ihr ein Junge geboren wäre? Sicher, sie bekäme eine klassische Mädchenerziehung. Aber Oriana hatte noch drei Schwestern, die alle eine gute Schulausbildung erhielten, und sich wahrscheinlich die ältere Schwester zum Vorbild nahmen, da auch sie politisch aktiv und journalistisch tätig wurden. Den Eltern war es also schon wichtig, auch den anderen Mädchen trotz der Armut eine hohe schulische Ausbildung zukommen zu lassen.

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

Zwölf von zwölf Punkten.

 Weitere Informationen zu dem Buch

Ich möchte mich recht herzlich beim Bloggerportal, btb-Verlag, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar bedanken.

·         Taschenbuch: 352 Seiten, 12,00 €
·         Verlag: btb Verlag (12. September 2016)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3442714168

Und hier geht es auf die Buchbesprechung von Tina.

________
Es ist ganz gleich, ob man reich oder arm ist,
alle hungern nach etwas.
(Per J. Andersson)

Gelesene Bücher 2017: 17
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86




Mittwoch, 26. April 2017

Cristina De Stefano / Oriana Fallaci

Ein Frauenleben


Lesen mit Tina

Klappentext   
Unbequem, unerschrocken, kompromisslos – Oriana Fallci war die große Ikone der journalistischen Literatur.
Oriana Fallaci führte ein Leben in Extremen: Als weltberühmte Reporterin und Autorin zahlreicher Bücher berichtete sie aus Kriegsgebieten und provozierte Staatsmänner, sie lebte den Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Die Frage danach, was es heißt, eine Frau zu sein, begleitete sie ihr Leben lang. Sie arbeitete für die wichtigsten internationalen Zeitungen wie die Londoner Times, Life und die New York Times, und sprach mit zahlreichen bekannte Persönlichkeiten – ihr Interviewstil war so gefürchtet wie legendär. Fallacis Bücher, darunter Brief an ein nie geborenes Kind, Ein Mann und Inschallah wurden in 20 Sprachen übersetzt und in 31 Ländern veröffentlicht. 
Die erste autorisierte Biografie der streitbaren italienischen Journalistin und Schriftstellerin.

Cristina De Stefano 
Cristina De Stefano ist Journalistin und Autorin. Sie lebt in Paris und arbeitet als Literaturscout für große Verlage auf der ganzen Welt. Für ihre Biographie über die 2006 verstorbene italienische Journalistin Oriana Fallaci erhielt sie von deren Familie bisher unveröffentlichte private Dokumente.
Auf diese Biografie sind Tina und ich durch Anne-Marit aufmerksam geworden. Ein paar Seiten habe ich erst gelesen und bin recht zufrieden. Auch Tina ist von dem Buch angetan.



Weitere Informationen zu dem Buch

·         Taschenbuch: 352 Seiten, 12,00 €
·         Verlag: btb Verlag (12. September 2016)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3442714168



Dienstag, 18. April 2017

Jakob Wassermann / Faber oder die verlorenen Jahre


Klappentext 
Als Eugen Faber nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in seine Heimatstadt zurückkehrt, liegt seine Welt in Trümmern: Er ist zum Außenseiter geworden, zum Fremden in seiner eigenen Familie. Jakob Wassermanns wiederentdeckter Roman ist ein erschütterndes und bewegendes Zeugnis der Entwurzelung einer ganzen Generation.
Sechs Jahre hat sich der junge Architekt Eugen Faber in russischer Gefangenschaft nach seiner Frau, seiner großen Liebe und Seelenverwandten, gesehnt und schließlich eine gefährliche Flucht auf sich genommen. Doch das Leben ist inzwischen weitergegangen. Seine Frau erkennt er kaum wieder, sein kleiner Sohn kann sich nicht an ihn erinnern. In seinem Beruf wird er nicht mehr gebraucht, und auch Ideologien bieten ihm keinen Halt. Zunehmend verzweifelt versucht er, sich in eine Welt einzufügen, die nicht mehr die seine ist.
Mit außerordentlichem Einfühlungsvermögen erkundet Jakob Wassermann das quälende Ringen um Nähe und Verständnis. In den 1920er-Jahren war er einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. 1933 sollten seine Werke den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten zum Opfer fallen, doch schon 1924, als er den vorliegenden Roman veröffentlichte, ahnte er das nahende Unheil voraus. In einer Zeit des brüchigen Friedens und des drohenden Zerfalls Europas stellt der Roman existenzielle Fragen, die uns auch heute noch beschäftigen: nach dem Wert von Menschlichkeit, Respekt und gegenseitiger Achtung.


Autorenporträt
Jakob Wassermann (1873–1934), als Sohn eines jüdischen Gemischtwarenhändlers in Fürth geboren, gelangte Ende der 1920er-Jahre zu Weltruhm: Seine von der Psychoanalyse beeinflussten Romane waren Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verbrennung seiner Bücher 1933 in Deutschland bedeutete seinen materiellen wie auch psychischen Ruin.

Meine ersten Leseeindrücke

Als ich die ersten Seiten begonnen habe zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Nun hoffe ich, dass die Spannung und das Interesse weiterhin bis zum Ende erhalten bleiben.


Weitere Informationen zu dem Buch
€ 26,95 [D] inkl. MwSt. € 27,80 [A] | CHF 35,90* 
(* empf. VK-Preis) 

Gebundenes Buch, Leinen mit SchutzumschlagISBN: 978-3-7175-2416-8

Erschienen: 26.09.2016 

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Manesse.



Mittwoch, 5. April 2017

María Dueñas / Wenn ich jetzt nicht gehe

Lesen mit Anne

Klappentext
Mauro Larrea erhält eine Nachricht, die seinen Ruin bedeutet. Einst in den Silberminen Mexikos reich geworden, kämpft er um eine neue Chance und trifft auf die Frau, die sein Schicksal entscheidet … Wenn ich jetzt nicht gehe ist eine abenteuerliche Jagd nach dem Glück, ein Roman über die Kraft des Neuanfangs und packende, bewegende Literatur.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Mexiko-Stadt der Mittelpunkt der Neuen Welt und Mauro Larrea einer ihrer wohlhabendsten Bewohner. Er nennt einen Barockpalast sein Zuhause, besitzt Minen, Ländereien, Kutschen, Pferde, Logen überall … Jahre zuvor kam er mit nichts ins Land, als Witwer, als Vater zweier Kinder. Sein kühner Aufstieg begann. Doch jetzt soll nach zwanzig Jahren Arbeit im Bauch der Erde alles verloren sein, wegen einer einzigen Entscheidung! Hals über Kopf verlässt er die Stadt, versucht sein Lebensglück ein zweites Mal zu machen und begegnet Soledad Montalvo, einer schönen, einer klugen, einer unberechenbaren Frau.


Autorenporträt
María Dueñas, geboren 1964, lehrte in Murcia Englische Literatur, bis ihr Debütroman 2009 alle Rekorde brach. Mittlerweile ist ihr Werk in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach ausgezeichnet und in eine Fernsehserie verwandelt. Wenn ich jetzt nicht gehe ist ihr dritter Roman und war 2015 das meistverkaufte Buch Spaniens.


Weitere Informationen zu dem Buch:

D: 24,00 € 
A: 24,70 € 
CH: 34,50 sFr

NEU
Erschienen: 06.03.2017
Gebunden, 589 Seiten
ISBN: 978-3-458-17702-9 

Auch als eBook erhältlich.

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Suhrkamp und Insel.

Dies ist das erste Buch, das wir, Anne und ich, von der Autorin gerade lesen. 



Mittwoch, 29. März 2017

Ian McEwan / Kindeswohl


Klappentext
Familienrecht ist das Spezialgebiet der Richterin Fiona Maye am High Court in London: Scheidungen, Sorgerecht, Fragen des Kindeswohls. In ihrer eigenen Ehe ist sie seit über dreißig Jahren glücklich. Da unterbreitet ihr Mann ihr einen schockierenden Vorschlag. Und zugleich wird ihr ein dringlicher Gerichtsfall vorgelegt, in dem es um den Widerstreit zwischen Religion und Medizin und um Leben und Tod eines 17-jährigen Jungen geht.


Autorenporträt
Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er für ›Amsterdam‹ den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman ›Abbitte‹ wurde zum Weltbestseller und mit Keira Knightley verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.

Auszeichnungen

·      Somerset-Maugham-Preis für ›Erste Liebe - letzte Riten‹, 1976
·      Whitbread Prize für ›Ein Kind zur Zeit‹, 1987
·      Ehrendoktorat der Sussex University, 1989
·      Ehrendoktorat der University of East Anglia, 1993
·      Prix Fémina étranger für ›Ein Kind zur Zeit‹ in französischer Übersetzung (›L'enfant volé‹), 1993
·      Ian McEwan erhält den Booker Prize 1998 für ›Amsterdam‹, 1998
·      Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung (Hamburg) für das Gesamtwerk von Ian McEwan, 1999
·      Ian McEwan ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences, 1999
·      ›People's Booker‹ für ›Atonement‹, 2001
·      ›W. H. Smith‹-Literaturpreis für ›Atonement, 2002
·      Herausgeber der ›New York Times‹ haben ›Atonement‹ als einen von sieben Titeln zu den ›Books of the Year‹ gewählt, 2002
·      ›National Book Critics' Circle Fiction Award‹ für ›Atonement‹, 2003
·      ›Deutscher Bücherpreis‹ in der Sparte ›Internationale Belletristik‹ für ›Abbitte‹, 2003
·      ›Los Angeles Times Prize for Fiction‹ für ›Atonement‹, 2003
·      ›Santiago Prize for the European Novel‹ für ›Atonement‹, 2004
·      ›James Tait Black Memorial Prize for Fiction‹ für ›Saturday‹, 2006
·      ›Common Wealth Award for Literature‹ für sein Gesamtwerk, 2007
·      Oscar für die beste Filmmusik (Dario Marianelli) von ›Atonement‹, 2008
·      ›Golden Globe‹ für das beste Kinodrama und den besten Soundtrack im Film ›Atonement‹, 2008
·      ›Am Strand‹ wird Buch des Jahres des ›Galaxy British Book Award‹, 2008
·      ›Atonement‹ erhält den Britischen Filmpreis ›BAFTA‹ für den besten Film und für das Szenenbild, 2008
·      ›Wodehouse‹-Preis für den Roman ›Solar‹, 2010
·      Jerusalem-Preis für sein Gesamtwerk, 2011
(Quelle: Diogenes Website)


Verfilmungen

·      Abbitte, Joe Wright, 2007
·      First Love, Last Rites, Susanne Kaelin, 2006
·      Enduring Love, Roger Michell, 2004
·      First Love, Last Rites, Jesse Peretz, 1997
·      Der Zementgarten, Andrew Birkin, 1993
·      …und der Himmel steht still, John Schlesinger, 1993
·      Der Trost von Fremden, Paul Schrader, 1990
·      Schmetterlinge, Wolfgang Becker, 1987
(Quelle: Diogenes Website)

Dies ist mein erstes Buch von Ian McEwan. Ich habe so viele positive Rückmeldungen gehabt, dass ich schließlich selbst ganz neugierig auf den Autor geworden bin. 

Ich habe ein paar Seiten gelesen, und es liest sich sehr spannend. 


Weitere Informationen zu dem Buch:

   Taschenbuch: 224 Seiten, 12,00 €
   Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (24. August 2016)
   ISBN-10: 3257243774

Und hier geht es auf die Website von Diogenes.