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Montag, 11. Dezember 2017

Isabel Allende / Der japanische Liebhaber (1)


Eine Buchbesprechung zur o. g. Lektüre

Dieses Buch von Isabel Allende hat mich arg überrascht.

Mir hat es sehr gut gefallen, womit ich nicht gerechnet habe, nach dem ich so viele negative Kritiken gehört / gelesen habe. Ich selbst hatte damit auch nicht gerechnet, da ihr Schreibstil so nachgelassen hat. Ich weiß nicht mehr, welches Buch es war, das mich total enttäuscht hatte. Eines von den Letzten, weshalb ich mir mit der Anschaffung des vorliegenden Buches so viel Zeit gelassen habe.

Allende beschäftigt sich in diesem Buch mit historischen Themen wie dem Zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus, mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte, die bis in die Gegenwart reicht. Und man bekommt es mit mehreren unterschiedlichen Familien zu tun ...
Man benötigt demnach gute Synapsen, wenn man immer wieder von der einen Familie in die nächste gerät, von der Vergangenheit in die Gegenwart, nicht immer chronologisch geordnet, und die vielen unterschiedlichen Figuren haben mich herausgefordert.

Deshalb bin ich in die Geschichte am Anfang schwer reingekommen, als mir die vielen Figuren noch fremd waren und ich mich an dieses Hin- und Herspringen von einer Familie in die nächste gewöhnt habe. Als ich schließlich in dem Geschehen angekommen war, ging es dann recht zügig mit dem Lesen, wobei ich mir mit dem Verarbeiten dieser Themenvielfalt etwas Zeit gelassen habe.

Zur Erinnerung gebe ich erneut den Klappentext rein:
Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit. 

Fast jede Figur in dem Buch bringt eine interessante Lebensgeschichte mit, selbst die unscheinbare 23-jährige Irina Bazili, die ursprünglich aus Moldawien kommt und als Opfer mit Kinderpornografie und Pädophilie zu tun bekommen hat. Irina Bazili ist eigentlich nicht ihr richtiger Name, sie hat den richtigen abgelegt, um diese sexuellen Missbräuche zu vergessen, und um eine neue Identität zu erwerben. Allerdings ist Irina dadurch nicht wirklich beziehungsfähig ... Irina beschäftigt sich lieber mit den Problemen anderer Leute …

Doch bevor sie Alma Belasco kennenlernt und für sie arbeiten wird, ist sie im Lark House beschäftigt. Lark House ist ein recht großes Seniorenheim mit einer Pflegestation. Irina ist  bei den Bewohnern beliebt, sie zeigt sich recht kompetent in der Arbeit mit den alten Leuten. Ihr guter Ruf reicht bis zur Heimbewohnerin Alma Belasco, die sie bei sich als Assistentin einstellt.

Alma, die eigentliche Heldin des Romans, ist jüdischer Abstammung, und sie wird im Alter von acht Jahren von der Familie aus Warschau in Begleitung ihrer Kindererzieherin nach Amerika zu Onkel Isaac und Tante Lillian geschickt, die selbst drei Kinder haben. Alma erleidet dadurch ein schweres Trauma, als sie von ihrer Familie getrennt wird. Eine Zeit lang versteckt sie sich weinend im Kleiderschrank, bis sie lernt, ihre Tränen zu schlucken. Zutrauen findet sie von Anfang an in ihrem jüngsten Cousin Nethaniel. Und dieses Vertrauen bleibt bis ins hohe Alter. Alma vertraut ihm alle Sorgen an, selbst ihre intimsten aus der Zeit ihrer körperlichen und pubertären Entwicklung. Auch Nethaniel ist eine sehr interessante Figur, die mir eigentlich von allen Figuren am sympathischsten war, da er sehr sensibel und fürsorglich sich Alma gegenüber gegeben hat … Und er besitzt sehr viel Weisheit. Erst am Schluss erfährt man mehr aus seinem recht außergewöhnlichen Leben.

Bei den Belascos war ein japanischer Gärtner eingestellt namens Takao Fukuda, der einen Sohn, Ichimei, hat. Ichimei war so alt wie Alma. Zwischen den beiden Kindern entwickelt sich eine außergewöhnliche Liebe, die außergewöhnliche Wege geht ...

Die Familie Fukuda wird im Zweiten Weltkrieg interniert, als sich Amerika mit Japan im Krieg befand. Alle in Amerika lebende Japaner, auch die mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, wurden nach Topaz überführt und in ein Internierungslager gesteckt, das mit den Konzentrationslagern in Europa Ähnlichkeit hatte. Erst als Japan kapituliert, werden die Inhaftierten aus den Lagern wieder entlassen. Nicht auszudenken, was die amerikanische Regierung mit diesen Menschen gemacht hätte, wenn das Land den Krieg mit Japan verloren hätte. Und wieder erlebe ich ein Amerika, das Menschen einer ethnischen Gruppe politisch unter Generalverdacht stellt ...

Alma und Ichimei kommen wieder zusammen, aus der Kinderliebe entwickelt sich eine erwachsene Liebe entgegen aller Konventionen. Dies macht die Beziehung außerordentlich kompliziert ... 

Irina wandelt auf den Spuren von Alma. Sie sortiert alle Fotos, Briefe und sonstige Schreiben ihrer Chefin, die so nach und nach zu einer Freundin wird. Doch auch Irina ist gefordert an ihr Trauma zu arbeiten, als Seth, der Lieblingsneffe von Alma, sich in sie verliebt.

Mehr möchte ich nicht verraten.

Mein Fazit?

Eigentlich mag ich keine Liebesromane, aber es gibt Ausnahmen. Allendes Liebesromane sind keine typischen Liebesromane; nicht schnulzig und auch nicht so billig, was das Niveau betrifft. Man bekommt es mit sehr interessanten Persönlichkeiten zu tun … Auch den historischen Teil fand ich hochinteressant.

Auch wenn ich ein paar Fakten verraten habe, bleibt in dieser Romanwelt noch genug anderes zu entdecken und zu erleben. Vieles, was nicht vorhersehbar ist.


Meine Bewertung?

2 Punkte: Sprachlicher Ausdruck (Anspruchsvoll, keine saloppe Schreibweise)
2 Punkte: Differenzierte Charaktere
2 Punkte: Authentizität der Geschichte
2 Punkte: Fantasievoll, ohne dass es kitschig oder zu sentimental wirkt
2 Punkte: Frei von Stereotypen, Vorurteilen, Klischees und Rassismus
2 Punkte: Cover und Titel stimmen mit dem Inhalt überein

Zwölf von zwölf Punkten.


Weitere Informationen zu dem Buch

  • Taschenbuch: 335 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (11. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518467301

Und hier geht es auf die Vderlagsseite von Suhrkamp/Insel.

Auf der Verlagsseite findet man noch jede Menge nützliche Informationen zu der Autorin. 
___________
Das Herz ist groß, man kann mehr als einen Menschen lieben.
(Isabel Allende)

Gelesene Bücher 2017: 55
Gelesene Bücher 2016: 72
Gelesene Bücher 2015: 72
Gelesene Bücher 2014: 88
Gelesene Bücher 2013: 81
Gelesene Bücher 2012: 94
Gelesene Bücher 2011: 86




Samstag, 27. Mai 2017

Sandra Lüpkes / Inselfrühling

Klappentext
Frühlingsgefühle bei Windstärke zwölf In Jannikes charmantem Inselhotel beginnt die Saison: Im Frühling soll für die ersten Gäste alles blitzen und strahlen und besonders einladend sein. Denn etwas ist anders in diesem Jahr: Jannike ist hochschwanger. Sie und Mattheusz erwarten Zwillinge! Die Freude ist riesig. Doch Zeit und Muße, die letzten Wochen Zweisamkeit zu genießen, haben die beiden nicht. Denn als es wegen heftiger Frühlingsstürme zu dramatischen Dünenabbrüchen am Leuchtturm kommt, gerät Jannikes geliebtes Zuhause in Gefahr. Manch einer fühlt sich sogar an den alten Fluch erinnert, der vor fast zweihundert Jahren das Ende der Insel prophezeit hat. Band 4 der erfolgreichen Inselreihe: Ob Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog oder Wangerooge – an dieser von Sandra Lüpkes so liebevoll beschriebenen Insel kommen Urlauber nicht mehr vorbei. Perfekte Strandlektüre.


Autorenporträt
Sandra Lüpkes kennt sich an der Nordsee und auf den Inseln bestens aus: Sie ist auf Juist aufgewachsen und war viele Jahre selbst Gastgeberin für Nordseeurlauber. Mit ihren zwei Töchtern und dem Schriftsteller und Drehbuchautor Jürgen Kehrer wohnt sie seit einigen Jahren in Münster. Sandra Lüpkes hat bereits zahlreiche Romane, Sachbücher, Drehbücher und Erzählungen veröffentlicht.

Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen. Ein Buch, leichte Kost, das zur reinen Entspannung dient. Das muss neben einem hektischen Alltag auch mal sein.

Außerdem passt das Buch zur derzeitigen Jahreszeit.


Weitere Informationen zu dem Buch

·         Taschenbuch: 336 Seiten, 9,99 €
·         Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (24. März 2017)
·         Sprache: Deutsch
·         ISBN-10: 3499272261


Und hier gibt es eine Leseprobe.

Und hier geht es auf die Verlagsseite von Rowohlt. 


Montag, 22. August 2016

Dörte Hansen / Altes Land

Lesen mit Tina

Ich habe nun eine neue Bücherfreundin gefunden und lese mit ihr einmal im Monat gemeinsam ein Buch. Mit Anne lese ich zu jedem Monatsbeginn und mit Tina, Querleserin, zum Ende eines jeden Monats. Wir haben alle drei so ziemlich einen ähnlichen Geschmack.
Und nun zu unserem Buch:


Klappentext
Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie 
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Autorenporträt
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Hamburg. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.
Die Autorin ist mir unbekannt. Es ist das erste Buch, das ich von ihr lese. Ihr Debüt. Bin gespannt.

Weitere Informationen zu dem Buch

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90* 

(* empf. VK-Preis)
Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-8135-0647-1
Erschienen: 16.02.2015 






Samstag, 1. August 2015

Ann Kirschner / Salas Geheimnis

Klappentext
Zuerst dachte sie, dass es nur ein paar Wochen dauern würde. Doch aus sechs Wochen wurden fünf Jahre Zwangsarbeit. Sala war 1940 sechzehn Jahre alt, als sie ihre polnische Heimatstadt verlassen musste, um die von den Nationalsozialisten befohlene Zwangsarbeit abzuleisten. Fünf Jahre lang überlebte die junge Jüdin unter schwersten Bedingungen sieben verschiedene Lager, um dann für lange Zeit darüber zu schweigen. Erst am Vorabend einer schweren Herzoperation vertraute sie sich ihrer Tochter Ann Kirschner an.Anhand der Briefe, die Sala sich in dieser Zeit mit ihrer Familie und Freunden schrieb, erzählt Ann Kirschner die Geschichte der grausamen Odyssee ihrer Mutter durch das besetzte Europa von Salas Leben in den Lagern, den kleinen Fluchten, von Freundschaft und ihrem unbedingten Willen zu überleben. Eine bewegende und grausame Zeit, über die Sala lange schweigt, auch als sie in den USA ein neues Leben findet.

Autorenporträt
Ann Kirschner ist die Tochter von Sala Garncarz Kirschner und Sidney Kirschner. Sie arbeitete als Literaturwissenschaftlerin an der Princeton University und als freie Unternehmerin. Heute ist sie Dekanin am Macauly Honors College der City University of New York.
Mit dem Buch habe ich vor ein paar Tagen begonnen. Es ist sehr interessant geschrieben. Die vielen persönlichen Briefe und Tagebucheintragungen stellen eine historsche Quelle des Nationalsozialismus' dar. Stimmt immer wieder traurig, erinnert zu werden, zu welchen Schreckenstaten Menschen doch fähig sind.

Werde es mit den restlichen hundert Seiten heute wohl beenden.

Samstag, 20. Juni 2015

Jurek Becker / Bronsteins Kinder


Klappentext
Hans Bronstein ist achtzehn Jahre alt und will vom Schicksal seines Vaters, als Juden und ehemaligen KZ-Häftlings, nichts wissen. Doch dann entdeckte er, dass dieser im Waldhaus der Familie einen einstigen KZ-Aufseher gefangen hält, um ihn zu foltern und zum Geständnis seiner Untaten zu zwingen. Jetzt kann Hans seine Augen vor dem Trauma seines Vater nicht mehr verschließen. Der Sohn fragt sich, "ob einer, der mit dreißig geschlagen wird, mit sechzig zurückschlagen" darf. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung um Schuld und Sühne, um Vergebung und Selbstjustiz. Hans kann das Verhalten seines Vaters nicht billigen und entschließt sich, den Gefangenen freizulassen. Doch als er in der Waldhütte ankommt, wartet eine schreckliche Überraschung auf ihn. 


Autorenporträt
Jurek Becker wurde in Lodz als Sohn jüdischer Eltern geboren, möglicherweise nicht am 30. September 1937, seinem "offiziellen" Geburtsdatum, sondern etwas später. Sein Vater Mieczyslaw (Max) Becker (1900 – 1972) war Prokurist in einer Textilfabrik. Seine Mutter Anette (geborene Lewin) arbeitete als Näherin.
Vier Wochen vor Jureks zweitem Geburtstag überfielen die Deutschen Polen. Die nächsten sechs Jahre verbrachte er zuerst mit seinen Eltern im Ghetto von Lodz, dann mit seiner Mutter in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen.
1945 starb seine Mutter an Unterernährung. Sein Vater, der den Holocaust in Auschwitz überlebt hatte, fand ihn nach dem Krieg wieder und zog mit ihm nach Ostberlin.
Dort erlernte Jurek Becker die deutsche Sprache, machte 1955 das Abitur, leistete dann zwei Jahre lang freiwillig Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee ab, trat in die SED ein und studierte ab 1957 Philosophie, bis er die Humboldt-Universität 1960 aus politischen Gründen verlassen musste.
1961 heiratete Jurek Becker die Dekorateurin Erika Hüttig.
1962 stellte ihn die DEFA als Drehbuchautor ein. Sein Drehbuch "Jakob der Lügner" wurde 1968 abgelehnt. Daraufhin arbeitete er es zum Roman um("Jakob der Lügner") und machte sich damit 1969 einen Namen als Schriftsteller. Aufgrund des Erfolgs wurde das Buch zweimal verfilmt. Für die Verfilmung unter der Regie von Frank Beyer ("Jakob der Lügner") schrieb Jurek Becker selbst das Drehbuch. (Die zweite Verfilmung stammt von Peter Kassovitz ("Jakob der Lügner").
Für seinen zweiten Roman – "Irreführung der Behörden" – erhielt Jurek Becker den Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen. Er wurde in den Vorstand des Schriftstellerverbands der DDR gewählt und 1975 mit dem Nationalpreis ausgezeichnet. 
Weil er aber 1976 mit elf anderen Autoren gemeinsam schriftlich gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestierte, schloss ihn die SED im November 1976 aus. Ein Jahr später verließ er den Schriftstellerverband aus Protest gegen den Auschluss seines Kollegen Reiner Kunze. Daraufhin wurden seine Bücher in der DDR nicht mehr gedruckt.
Seine Ehe wurde 1977 geschieden.
Von 1978 an lebte Jurek Becker mit einem zunächst auf zwei Jahre, dann bis 1989 befristeten Visum in Westberlin.
1983 heiratete er die zweiundzwanzigjährige Verlegerstochter Christine Niemeyer aus Tübingen.
Drei Jahre später erschien sein Roman "Bronsteins Kinder". Und er schrieb das Drehbuch für die Fernsehserie "Liebling Kreuzberg", für die er 1987 zusammen mit Heinz Schirk und seinem langjährigen Freund Manfred Krug den Adolf-Grimme-Preis in Gold bekam.
Aus seiner ersten Ehe hatte Jurek Becker zwei Söhne. 1990 gebar Christine Becker seinen dritten Sohn.
Im Winter 1995/96 wurde bei Jurek Becker Darmkrebs diagnostiziert. Er starb daran am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby (Schleswig Holstein).rs

Der Autor war mir bis dato unbekannt und lt. des Autorenporträts hatte er ein recht bewegtes Leben.

Ich habe die ersten hundert Seiten schon durch. Erneut ein Buch, das sich mit der Nachkriegsgeschichte des Nationalsozialismus befasst. Allerdings mit neuen Ideen, die mich sehr ansprechen. Bis jetzt liest sich das Buch recht spannend, aber ich muss langsam lesen, da der Stoff, den der Autor hier behandelt, recht hart auf mich wirkt.

Ich bin neugierig auf das weitere Prozedere ...




Dienstag, 9. Juni 2015

Anne Michaels / Fluchtstücke

Klappentext
Der siebenjährige polnisch-jüdische Jakob wird Zeuge, wie seine Familie von deutschen Soldaten ermordet wird. Er flüchtet sich in die Ausgrabungsstätte der versunkenen Stadt Biskupin. Dort entdeckt ihn ein griechischer Archäologe, der ihn nach Griechenland schmuggelt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebt Jakob mit Athos, der ihn alles lehrt, was er weiß: Geographie, Geologie, Dichtkunst, Botanik, Archäologie. Langsam taucht Jakob aus seiner Verstörung auf und kehrt in die Welt zurück.


Autorenporträt
Anne Michaels wurde 1958 in Toronto geboren. Mit ihrem ersten Roman »Fluchtstücke« gelang ihr ein internationaler Bestseller, der in 30 Sprachen übersetzt wurde.
Die ersten einhundert Seiten habe ich durch, und ich bin über den Schreibstil mehr als erstaunt. Ich habe echte Literatur vor mir. Nicht nur das Thema ist brisant, nein, auch die Autorin selbst, der es gelungen ist, ihren Stoff mit einer hohen literarischen Hingabe zu verpacken. Jede Zeile ist so ausdrucksstark, voller Bilder, voller Metapher, reich an Wissen und Kreativität. Ich bin zuversichtlich, dass der Anspruch im weiteren Verlauf nicht abflachen wird, wie ich dies schon so oft bei anderen Büchern erlebt habe.

Ein Epos von Werk.






Montag, 11. Mai 2015

Sara Gruen / Wasser für die Elefanten

Klappentext
Amerika zur Zeit der Wirtschaftskrise. Der junge Tierarzt Jacob Jankowski kann von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür aber eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich schließlich eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf.


Autorenporträt
Sara Gruen, geb. 1969, gebürtige Kanadierin, ist die Autorin des Ausnahmebestsellers „Wasser für die Elefanten“. Ihre Bücher wurden in 43 Sprachen übersetzt und weltweit über zehn Millionen Mal verkauft. Heute lebt Sara Gruen auf einem stattlichen Anwesen in North Carolina, zusammen mit ihrem Mann, den drei Kindern, zwei Pferden, vier Katzen, zwei Hunden und drei Ziegen.
Ich habe schon die ersten hundert Seiten durch und es gefällt mir recht gut. Das ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese.


Sonntag, 13. Juli 2014

Sonya Winterberg / Wir sind die Wolfskinder - Verlassen in Ostpreußen

Klappentext
»Niemand durfte uns weinen sehen ?« Ein Wolfskind aus KönigsbergHunderttausende Deutsche flohen Ende des Zweiten Weltkriegs vor der Roten Armee aus Ostpreußen und Königsberg. Immer wieder gingen Kinder auf der Flucht verloren oder erlebten die Ermordung der eigenen Familie. Andere mussten ohnmächtig mitansehen, wie ihre Geschwister verhungerten, die Großeltern aus Schwäche starben oder die Mutter einer Epidemie erlag. Auf sich allein gestellt, überlebten diese Kinder in den Wäldern des Baltikums. Man nannte sie »Wolfskinder«. Die Journalistin Sonya Winterberg hat die letzten Zeitzeugen dieser dramatischen Jahre besucht. Nach jahrzehntelangem Schweigen erzählen sie erstmals von der Angst, dem Hunger und der lebenslangen Einsamkeit. Aber auch von Menschen, die ihnen das Überleben ermöglichten und den Weg in die Zukunft wiesen.

Autorenporträt
Sonya Winterberg, geboren 1970, absolvierte ihren Master in European Media an der University of Portsmouth/UK. Sie lebt und arbeitet nach Stationen in Belgien und den USA als freie Journalistin in Berlin und ihrer finnischen Heimat. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Krieg und Trauma. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Drehbuchautor Yury Winterberg, schrieb sie »Kriegskinder – Erinnerungen einer Generation«, das als Taschenbuch erfolgreich im Piper Verlag erschien.
Das Buch habe ich gebunden und gut erhalten antiquarisch im Bücher-Oxfam erworben. Es wurde 2012 aufgelegt und mittlerweile ist es als Taschenbuch zu bekommen.

Habe ein paar Seiten gelesen. Ein Buch, das echt bis unter die Haut geht.





Freitag, 14. März 2014

Lizzi Doron / Das Schweigen meiner Mutter

Klappentext
Auf der Suche nach dem verlorenen Vater
Ein Photo. Ein Garten, Tel Aviv, 50er- Jahre. Im Vordergrund ein kräftiges kleines Mädchen, den Blick in die Kamera gerichtet, einen zweifelnden oder auch verzweifelten Blick, vielleicht blendet aber auch nur die Sonne. Im Hintergrund ein Gebüsch, und dort, eingerahmt von einem kleinen weißen Kreis, ein weiteres Gesicht. Fast unkenntlich, winzig und fern. Ist das der Vater, den das Mädchen nicht kannte? Nach dem es wieder und wieder vergeblich fragte und dann - längst erwachsen - zu forschen begann? Eine atemlose Suche nach Sinn und Begründung eines, wie sichzeigen wird, wahnwitzigen Geheimnisses.




Autorenporträt
Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.«
›Das Schweigen meiner Mutter‹ ist ihr bisher persönlichstes Buch.
Das Buch ist mittlerweile auch als Taschenbuch zu haben.




Freitag, 18. Oktober 2013

Janice Kulyk Keefer / Die grüne Bibliothek

Klappentext
Das Leben der jungen Sozialarbeiterin Eva aus Toronto gerät aus den Fugen, als sie auf einen weißen Fleck in ihrer Biographie aufmerksam wird. Ihre Vermutungen führen Sie nach Kiew, wo sie in den Strudel der Vergangenheit gerät. Die Reise zu den Ursprüngen ihrer Familie und deren tragischem Schicksal wird schließlich eine Reise zum eigenen Ich. Bilderreich und poetisch, spannend und magisch erscheint die Welt dieses eindrucksvollen Romans vor den Augen des Lesers.

Autorenporträt
Janice Kulyk Kéefer wurde 1952 als ukrainisch-polnischer Immigranten in Toronto geboren. Sie lehrt englische Literatur an der University of Guelph in Ontario und gehört selbst zu den herausragendsten Vertreterinnen der neuen kanadischen Literatur. >Die grüne Bibliothek< ist ihr vierter Roman und stellt sie erstmals dem deutschen Publikum vor.

Die Autorin ist mir völlig unbekannt, bin auf sie gestoßen im Bücher Oxfam. Mich hat der Klappentext angesprochen. Das Buch ist erstmals 1999 in Deutschland erschienen und wurde aber nicht wieder neu aufgelegt.
Das Buch ist demnach nur noch antiquarisch zu erwerben. Auch andere Bücher von ihr gibt es hier nicht mehr zu bekommen.